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Basteln gegen das EKKo

Passiert das EKKo den Stadtrat, dann gibt es außer Nischel und Ikea in Chemnitz bald nichts mehr zu entdecken. Für die Linksjugend ist das Entwicklungs- und Konsolidierungsgesetz Grund genug, sich an den Protesten gegen die massiven Einsparungen zu beteiligen. Mittwochabend, Rothaus erster Stock. Ein Dutzend junger Leute trifft sich. Vor der Gruppe türmt sich ein riesiger Haufen Papier und Pappe. Die Aufgabe: Handwerkliches Tortebasteln bei der Linksjugend Chemnitz anlässlich der baldigen Verabschiedung des EKKo durch den Stadtrat.

Die Gruppe ist sich einig, dass das Einsparungen auf Grund der schlechten Ausfinanzierung durch Bund und Land unvermeidlich sind, dass EKKO so aber niemals beschlossen werden darf, weil sonst das Leben in der Stadt massiv darunter leiden würde. Aus diesem Grund beteiligt sich die Linksjugend auch an den vielfältigen Protesten, wie beispielsweise am 24. November. Eine Kritik an den reinen Kürzungsplänen der Stadt reicht jedoch nach Ansicht des Nachwuchses nicht aus, da die Ursachen auf anderer Ebene zu finden sind. Im Grunde ist das EKKo nichts anderes, als die Folge einer verfehlten Politik in Land und Bund, welche es seit Jahrzehnten nicht geschafft haben, sich mit einem der Grundprobleme des Kapitalismus zu beschäftigen: Der gnadenlos ungerechten Vermögensverteilung. Deshalb nutzt die Linksjugend die aktuelle Debatte, um mittels einer Papptorte auf die Verteilungsfrage hinzuweisen. Es kann nicht sein, dass gerade einmal zehn Prozent der Bevölkerung über 2/3 des Vermögens verfügen und sich 90 Prozent um den kläglichen Rest des Kuchens streiten müssen.

Jugendstammtisch zur Diskussion

Da solche Problematiken (Und natürlich auch etliche weitere Fragen.) auch viele andere junge Leute interessiert, hat sich die Linksjugend dazu entschlossen, an jeden letzten sitzungsfreien Mittwoch im Monat einen Jugendstammtisch zu veranstalten. Die genauen Termine und der Ort werden im „Klaren Blick“ und auf der Linksjugend Webseite bekanntgegeben.

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