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„Krieg gegen die Drogen“ versus Prävention und Aufklärung

Der folgende Text entstand für die aktuelle Ausgabe des Klaren Blicks. In Zukunft werden wir dieses Medium regelmäßig nutzen, um unsere Positionen zu verschiedenen Themen in die Chemnitzer Parteibasis zu tragen.

Die Prohibition ist gescheitert. Der „Krieg gegen die Drogen“ trat an mit dem vermeintlichen Ziel, die Menschen vor den Auswirkungen der illegalisierten Drogen zu schützen. Das Gegenteil ist eingetreten. Für den immensen Großteil aller Drogenkonsument_innen sind die Auswirkungen der Verbotspraxis – Streckmittel, Strafverfolgung, unklarer Wirkstoffgehalt – viel schädlicher als die eigentliche Droge. Nicht zu vergessen die Milliarden an Euro, die jedes Jahr über den unregulierten Schwarzmarkt in Mafiastrukturen fließen. Eine puritanische Gesellschaft ist ebenalls nicht wünschenswert. Das Selbstbestimmungsrecht des Menschen über den eigenen Körper steht über jedem Recht, das ein Staat sprechen kann.

Die Befürchtungen, dass nach einer Liberalisierung „Chaos“ entstünde, sind unbegründet. In Portugal, wo seit 2001 lle Drogen entkriminalisiert sind, ist die Zahl der Drogentoten und Süchtigen aufgrund einer klugen Präventions- und Aufklärungspolitik sogar signifi kant zurückgegangen. In den Niederlanden, in denen alle Erwachsenen ohne Probleme Hanf als Genussmittel konsumieren können, gibt es prozentual weniger Kiffer_innen als in Deutschland.

Es ist also angezeigt, Repression abzubauen und sie durch Aufklärung und Prävention zu ersetzen. Das Unrecht, was momentan Konsument_innen illegalisierter Substanzen in Form von Strafverfolgung angetan wird, ist abzuschaffen. Wie schon 2012 im Rahmen der Cannabiskultour, wird die Linksjugend Chemnitz auch
dieses Jahr wieder Veranstaltungen zum Thema Drogenpolitik organisieren.

Dazu sind alle Interessierten, besonders die (noch) skeptischen, herzlich eingeladen!

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