Den Worten Taten folgen lassen

Am 1.Mai 2018 mobilisiert der III. Weg nach Chemnitz. Diese rassistische-neonazistische Partei versucht den größten Neonaziaufmarsch am 1.Mai in Deutschland zu veranstalten.

Warum die Wahl auf Chemnitz als Aufmarschort gefallen ist, verwundert nicht. Schließlich ist hier der Rechtsruck noch stärker spürbar als in anderen Städten gleicher Größe. In der Stadt und dem chemnitzer Umland sind die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre, infolge des „Sommer der Migration“, sichtbarer geworden.

Der AFD-Direktkandidat scheiterte mit 24 % nur knapp an der CDU und die bis dato stattfindenden rassistischen Demonstrationen der rechten Bürgerbewegungen konnten in ihrer Hochphase 2015/2016 mehrere Hunderte „besorgte Bürger“ mobilisieren.

Der Wunsch nach Ausgrenzung des als fremd wahrgenommenen und der Ruf nach einem starken Staat macht es dem III.Weg leicht, mit seiner menschenverachtenden Ideologie auf Zustimmung zu stoßen.

Auch (sub)kulturell kann man sich hier als Neonazi pudelwohl fühlen: In Chemnitz ist das rechte Plattenlabel PC-Records ansässig und es gibt diverse Neonaziläden mit einem breitem Angebot an Marken, wie beispielsweise Thor Steinar.

Wenn rechte Parteien an Zuspruch gewinnen, Faschisten versuchen einen Stadtteil für sich zu beanspruchen, Angriffe auf Geflüchtete, Migrant*innen und linksalternative Projekte alltäglich werden, können wir nicht tatenlos danebenstehen. Nur ein kleiner Teil der ansässigen Zivilbevölkerung zeigt sich ablehndend gegenüber rechten Positionen, deshalb müssen wir selbst eine geeignete Antwort auf den Rechtsruck finden.

Spätestens jetzt heißt es, nicht mehr nur zu schauen, sondern aktiv zu werden!

Worum geht es ?

Der III.Weg, ist eine Partei deren Reihen gefüllt sind mit Ex-NPD-Kadern, Mitgliedern des verbotenen „Freien Netz Süd“ und anderen militanten Gruppierungen aus der Neonazi-Szene. Sie versucht schon seit Monaten auch in Mittelsachsen Stützpunkte auf- und auszubauen.

Am traditionellen Arbeiter*innenkampftag, dem 1. Mai, versuchen Neonazis und andere reaktionäre Gruppen schon seit langem, die Bedeutung dieses symbolträchtigen Tages umzudeuten. Ähnliches versuchte auch schon die NSDAP, die Arbeiter*innen nur schwer für ihre Ideologien begeistern konnte, und sie deshalb als Bedrohung wahrnahm.

Die Anliegen der Arbeiter*innen standen dabei aber immer im Hintergrund, vielmehr ging es um den Versuch, faschistische Ideologien in einem großen Teil der Bevölkerung zu etablieren.

Wir wollen an diesem Tag gemeinsam mit den aufständigen Arbeiter*innen überall auf der Welt kämpfen – für eine befreite Gesellschaft, ein lebenswertes Dasein und Haltung zeigen gegen kapitalistische Ausbeutung.

Wir rufen dazu auf am 1.Mai nach Chemnitz zu kommen, um die Aktionen und lokalen Strukturen in Chemnitz zu unterstützen. Wir werden es nicht hinnehmen, dass Neonazis demonstrieren, vor Allem nicht am 1. Mai! Wir werden uns dem Neonazi-Aufmarsch gemeinsam und entschlossen entgegenstellen!

Wir sagen, was wir tun, wir tun, was wir sagen!

1. Mai 2018 nach Chemnitz!

Neonaziaufmarsch vom III. Weg? Verhindern. Entgegensetzen, Blockieren!

Quelle: erstermaichemnitz.noblogs.org

 

 

5. März 2014

Wie jedes Jahr am 5.3. marschierten die Nazis auch 2014 wieder. Sie legen es als Gedenkmarsch aus, als Gedenken an die Chemnitzer Opfer, die durch die Bombardierung starben. Doch wer sind hier die eigentlichen Opfer und wer die Täter? Fakt ist, das Sie diesen Tag benutzen, um ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten und über diesen immer wieder versuchen ihre rechten und menschenfeindlichen Ansichten auszubreiten. Dies können und dürfen wir nicht zulassen. Umso wichtiger war es, dass wir uns auch dieses Jahr wieder den Nazis entgegenstellten. Doch nicht nur blockieren ist wichtig, sondern auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem, was die Neonazis versuchen zu erzählen und verbreiten wollen. Mit diesem Punkt befasste sich dieses Jahr zum ersten Mal der „Täterspurenrundgang“ mit rund 200 Teilnehmer_innen. Ein Riesenerfolg, an den hoffentlich nächstes Jahr angeknüpft werden kann. Laut dem Bündnis Chemnitz Nazifrei haben sich am Nachmittag insgesamt mehr als 2000 Menschen engagiert und sind gegen die Neonazis auf die Straße gegangen. Bei einer Vielzahl von Angeboten, die es dieses Jahr in Chemnitz gab, fiel es sicher nicht leicht, sich zu entscheiden. Doch im Endeffekt können wir alle unglaublich stolz auf uns sein. Denn durch die Blockade auf der Lützowstraße am frühen Abend haben wir einmal mehr als Stadt Chemnitz gezeigt, dass Neonazis und rechte Ideologien in unserer Stadt nichts zu suchen haben.

Am 5. März den Nazis den Tag vermiesen!

Rote Hochschulgruppe und Linksjugend Chemnitz gemeinsam gegen Faschisten

Gemeinsam mit vielen AkteurInnen aus ganz Deutschland haben wir den geplanten Marsch der GeschichtsrevisionistInnen am 13. Februar in Dresden verhindern können. Doch viel Zeit zur Freude bleibt uns nicht, denn schon am kommenden Freitag wollen die Nazis, anlässlich des 65. Jahrestages der Bombardierung von Chemnitz, wieder Aufmarschieren. Wir rechnen fest damit, dass der braune Mob, aufgrund seines Scheiterns in Dresden, in Chemnitz alles unternehmen wird, um seinen Marsch durch die Stadt erfolgreich durchführen zu können.
Doch WIR sagen NEIN zur Verklärung der Geschichte! Helft alle mit, dass der 5. März für die Nazis kein Tag zur Freude wird!

Und hier alle wichtigen Infos, wie wir gemeinsam den Faschisten den Tag vermiesen können!

Was: Angemeldete Versammlung der Roten Hochschulgruppe Chemnitz
Wo: Marie-Luise-Pleißner Park (Stadtteil Bernsdorf)
Wann: Freitag, 5. März
Beginn: 12 Uhr
Im Anschluss: Gemeinsam zur Demo „Das Tränenmeer trocken legen – Wider den Chemnitzer Totenkult!“

Wie komme ich zur Versammlung?:

Vom Hauptbahnhof mit Straßenbahn Linie 5 bis zur Zentralhaltestelle. Danach Umstieg in Linie 2 bis Wartburgstraße.

Linksjugend [’solid] Chemnitz unterstützt Kampf gegen Naziaufmarsch

Die Linksjugend Chemnitz ruft alle BürgerInnen zur Teilnahme an den Protesten gegen den geplanten Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden auf.
Leider ist es in den vergangenen Jahren zur traurigen Tradition geworden, dass sich am 13. Februar tausende von Nazis in Dresden zu einer der größten Treffen faschistischer Kräfte in Europa zusammenfinden, um ihre geschichtsrevisionistischen Ansichten zu verbreiten. Allein im vergangenen Jahr marschierten fast 7000 Nazis durch die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Aus diesem Anlass haben sich in Dresden verschiedene Bündnisse gefunden, welche von den unterschiedlichsten Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen getragen werden. Die Linksjugend Chemnitz erklärt sich mit den Bündnis „Dresden Nazifrei“ solidarisch und fordert alle BürgerInnen dazu auf, sich an den vielfältigen Protesten zu beteiligen.
Weitere Informationen zu den geplanten Aktivitäten erhaltet Ihr hier: www.dresden-nazifrei.com.